Spricht etwas gegen billige SSDs?

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Temeter 
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Spricht etwas gegen billige SSDs?

Beitrag von Temeter  » 26.01.2019 21:18

So, da meine HDD schon weit über 6+ Jahre reine Laufzeit hat, und mein Windows ein bissl lahmt, wollt ich mir zur Sicherheit mal eine SSD zulegen, auf die ich das Betriebssystem transferieren werden. Mache zwar regelmäßig Backup auf die Externe, aber SSDs sehen schon recht attraktiv aus.

Bin momentan ein bissl knapp bei Kasse, deswegen plane ich das absolute Minimum ein; mein Windows ist auf einer 100GB C:/ partition, die restlichen 900GB auf D:/. Sollte also Problemlos gehen; C wird auf die SSD transferiert, und das alte C wird zu D hinzugefügt.

TL;DR:

Sprich, der Plan ist meine Windowspartition auf diese 25€ 128GB SSD zu verschieben. Mit Sandisk habe ich gute Erfahrungen, aber das Ding ist extrem billig; sollte ich da irgendetwas bedenken oder eher eine teuere nehmen, ist die Lebenszeit zu begrenzt oder so? (afaik warnen die ja alle, bevor die Datenintegrität nachlässt)



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dx1
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Re: Spricht etwas gegen billige SSDs?

Beitrag von dx1 » 26.01.2019 21:54

Grundsätzlich würde ich sagen: Wenn Deine Backup-Strategie funktioniert (hast Du mal zum Test ein Recovery gemacht?), dann nimm, was Du Dir leisten kannst/willst. Bessere, modernere, teurere SSDs sind schneller, klar. Mit Blick auf Spindeln sind aber auch billige SSDs sehr viel schneller. Und vom Systemlaufwerk verlangst Du keine extrem guten (gar dauerhaften) Schreibraten, sondern möchtest schnellen Lesezugriff auf zufällige Daten. Das leisten auch SSDs von Resteverwertern oder Vorvorserienmodelle der großen Marken.

Von Sandisk kaufe ich persönlich nichts mehr, weil ich mit günstigen (oder besser: billigen) USB-Sticks dieser Marke immer wieder Probleme hatte. Ich hatte aus Budgetgründen für 18 Monate eine Kingston SSDNow UV400 mit 120 GB (bzw. 111,7 GiB) Speicher als Systemplatte im Einsatz und habe damit keine schlechten Erfahrungen gemacht. Eigene Dateien, Downloads usw. habe ich auf andere Laufwerke umgebogen: mein RAID5 aus fünf "antiken" 1TB-Spindeln und eine Toshiba P300 mit 3TB. So hatte ich auf der winzigen SSD sogar noch Platz für GTA5 (als es noch nur um die 60 GB groß war) und einige kleinere Titel, wie z.B. Distant Worlds Universe (~1,7 GB).

Ich habe die Kingston im Sommer 2018 durch eine Crucial MX500 1TB ersetzt, aber außer dem zusätzlichen Speicherplatz merke ich im üblichen Betrieb keinen Unterschied.

EDIT zum Thema Haltbarkeit: SSDs verschleißen beim Schreiben.
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Temeter 
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Re: Spricht etwas gegen billige SSDs?

Beitrag von Temeter  » 26.01.2019 23:24

Erstmal danke für die Antwort, das scheint größtenteils zu sein, was ich erwartet habe, aber es ist immer gut, von Leuten mit mehr Fachwissen zu hören!
dx1 hat geschrieben:
26.01.2019 21:54
Grundsätzlich würde ich sagen: Wenn Deine Backup-Strategie funktioniert (hast Du mal zum Test ein Recovery gemacht?), dann nimm, was Du Dir leisten kannst/willst. Bessere, modernere, teurere SSDs sind schneller, klar. Mit Blick auf Spindeln sind aber auch billige SSDs sehr viel schneller. Und vom Systemlaufwerk verlangst Du keine extrem guten (gar dauerhaften) Schreibraten, sondern möchtest schnellen Lesezugriff auf zufällige Daten. Das leisten auch SSDs von Resteverwertern oder Vorvorserienmodelle der großen Marken.
Meine jetzige Backup-Strategie ist ein per MS Synctoy synchronisiertes Verzeichnis auf der externen, mit allen mir wichtigen Ordnern (Benutzerzeugs, Steam userdata, etc).

Normales Windows Backup kopiert zu viel sinnloses Material, und übersieht Zeugs wie besagte Userdata.
Von Sandisk kaufe ich persönlich nichts mehr, weil ich mit günstigen (oder besser: billigen) USB-Sticks dieser Marke immer wieder Probleme hatte. Ich hatte aus Budgetgründen für 18 Monate eine Kingston SSDNow UV400 mit 120 GB (bzw. 111,7 GiB) Speicher als Systemplatte im Einsatz und habe damit keine schlechten Erfahrungen gemacht. Eigene Dateien, Downloads usw. habe ich auf andere Laufwerke umgebogen: mein RAID5 aus fünf "antiken" 1TB-Spindeln und eine Toshiba P300 mit 3TB. So hatte ich auf der winzigen SSD sogar noch Platz für GTA5 (als es noch nur um die 60 GB groß war) und einige kleinere Titel, wie z.B. Distant Worlds Universe (~1,7 GB).

Ich habe die Kingston im Sommer 2018 durch eine Crucial MX500 1TB ersetzt, aber außer dem zusätzlichen Speicherplatz merke ich im üblichen Betrieb keinen Unterschied.

EDIT zum Thema Haltbarkeit: SSDs verschleißen beim Schreiben.
Ah Mist, ich habe Sandisk mit Seagate verwechselt. Meine beiden Spindeln momentan (1tb intern 2tb extern) sind vom letzteren, und haben ewig gehalten. Auch von Bekannten gutes gehört, aber das ist alles ein bisschen her (die Dinger halten extrem lange).

Über die Sandisk SSDs habe ich aber auch ein bissl negatives gehört, hab nach meinem Post natürlich noch selbst weiterrecherchiert; ist wohl ein bisschen kritisch mit superbilligen SSDs. Naja, ich werd Backups machen, das sollte gehen.

Von Kingston habe ich gerade sowieso unter anderem die A400 240GB im Blick, ist wohl die billigere Stufe unter deiner. 32€ für 240GB, das ist extremst billig. Denke da werd ich zuschlagen; wie du schon sagst, die etwas niedrigeren Schreibraten dürften für eine Systemplatte nicht so das Ding sein:

https://www.amazon.de/Kingston-A400-240 ... ston+240gb

edit: Wobei ich auch gelesen habe, dass einem die Samsung UV nach 3 Monaten abgekratzt ist. Scheinen ein bissl riskant, diese SSDs. Naja, dafür gibts Backups.

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Scorcher24_
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Re: Spricht etwas gegen billige SSDs?

Beitrag von Scorcher24_ » 30.01.2019 19:56

Das ist TLC Speicher bei der A400, der hält halt nicht lange, im Vergleich mit SLC oder MLC. Sprich, du wirst schneller was neues kaufen, wenn du oft was änderst. Allerdings gilt auch:
TLC and MLC devices are consumer grade products. Despite the lower durability of TLC flash, it is absolutely sufficient for use as a bootable disk which infrequently changes. A consumer may achieve better longevity and therefore better value for money from a larger TLC device than a smaller MLC due to how the memory would deteriorate over a greater number of cells.
SLC ist eher Profibereich, MLC erschwinglich. Schau dir mal Crucial SSD an, ob dir da was preislich zusagt. Ansonsten musst du es halt abwägen. Bei Performance bei SSD immer auf die IOPS schauen. Das ist der beste Indikator.
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dx1
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Re: Spricht etwas gegen billige SSDs?

Beitrag von dx1 » 30.01.2019 22:42

Scorcher24_ hat geschrieben:
30.01.2019 19:56
Das ist TLC Speicher bei der A400, der hält halt nicht lange, im Vergleich mit SLC oder MLC. Sprich, du wirst schneller was neues kaufen, wenn du oft was änderst. Allerdings gilt auch:
TLC and MLC devices are consumer grade products. Despite the lower durability of TLC flash, it is absolutely sufficient for use as a bootable disk which infrequently changes. A consumer may achieve better longevity and therefore better value for money from a larger TLC device than a smaller MLC due to how the memory would deteriorate over a greater number of cells.
dx1 hat geschrieben:
26.01.2019 21:54
EDIT zum Thema Haltbarkeit: SSDs verschleißen beim Schreiben.
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